Projekte der Hoffnung – der „Alternative Nobelpreis"

Der Right Livelihood Award – auch bekannt als „Alternativer Nobelpreis" – ehrt Menschen und Initiativen, die Lösungen für die dringendsten Probleme unserer Zeit finden und erfolgreich umsetzen. Diese Menschen sollten die eigentlichen Stars unserer Zeit sein, doch stattdessen wird ihre Arbeit oft bekämpft, belächelt oder ignoriert. Der Right Livelihood Award unterstützt seine Preisträger und macht sie weltweit bekannt – damit wir nicht mit Problemen leben, die wir lösen können.

Inhalt

Der Preis
Die Preisträger
Kandidaten vorschlagen
Die Stiftung
Right Livelihood College
Spenden und Vermächtnisse
Kontakt
Deutschsprachige Videos, Literatur & Informationsmaterialien

 

Der Preis

Der Right Livelihood Award wurde 1980 von dem deutsch-schwedischen Publizisten, Philatelisten und späteren Europa-Abgeordneten Jakob von Uexküll ins Leben gerufen. Heute ist er besser bekannt als „Alternativer Nobelpreis“. Über die Vergabe entscheidet eine internationale Jury.

Seit 1985 findet die Verleihung jedes Jahr im Dezember schwedischen Reichstag statt. Der Preis wird meist an vier Preisträger vergeben, einer der Preise ist oft ein undotierter Ehrenpreis. Für die anderen Preisträger beträgt das Preisgeld jeweils 500.000 SEK (Stand 2013). Das Geld dient der Unterstützung der Arbeit der Preisträger und ist nicht für den persönlichen Gebrauch bestimmt.

Mindestens genauso wichtig wie die finanzielle Unterstützung ist die Aufmerksamkeit, die der Preis bringt. Für bedrohte Preisträger bedeutet diese einen wichtigen Schutz. Und sie dient dazu, das Wissen und die praktischen Lösungsansätze der Preisträger international zu verbreiten.

 

Die Preisträger

158 Personen und Organisationen aus 65 Ländern sind seit 1980 mit dem „Alternativen Nobelpreis" ausgezeichnet worden. Sie alle zeigen, dass mit Tatkraft, Mut und Kreativität zunächst unlösbar scheinende Probleme überwunden werden können.

Anders als die Nobelpreise kennt der Right Livelihood Award keine Kategorien. Denn oft sind es gerade jene neuen Wege und Lösungsansätze, die in keine Schublade passen wollen, die den Problemen unserer Zeit am besten gerecht werden.

Die Preisträger setzen sich für Menschenrechte, Frieden, Konfliktlösung, die Rechte von Minderheiten, kulturelle und spirituelle Erneuerung, den Schutz der Umwelt und den nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen ein. Weitere Themen der Arbeit der Preisträger sind Globalisierung, Landwirtschaft, Kinder, Bildung, Ernährung, Alternative Technologien und neue Wirtschaftsmodelle.

 

Kandidaten vorschlagen

Charakteristisch für den „Alternativen Nobelpreis" ist, dass grundsätzlich jeder jeden für den Preis vorschlagen kann. Dies hilft der Stiftung, Jahr für Jahr einen Eindruck davon zu bekommen, welche Themen weltweit als die wichtigsten wahrgenommen werden. Es bedeutet auch, dass eine kleine, aber effektiv arbeitende Organisation aus der so genannten Dritten Welt die gleichen Chancen hat, vorgeschlagen zu werden, wie ein bekannter Wissenschaftler aus den Industriestaaten.

Mehr als 100 Personen und Organisationen aus aller Welt werden jährlich für den Preis vorgeschlagen. Nach sorgfältiger Recherche durch die Mitarbeiter der Stiftung wählt die internationale Jury die Preisträger aus.

Wir laden Sie herzlich dazu ein, einen Vorschlag für die Preise einzureichen. Bitte lesen Sie dazu unsere guidelines (auf Englisch). Vorschläge für Kandidaten sollten möglichst auf Englisch geschrieben sein und müssen bis spätestens zum 1. März eines Jahres auf dem Postweg in unserem Büro in Stockholm eingetroffen sein.

 

Die Stiftung

Die Right Livelihood Award Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung nach schwedischem Recht. Die Stiftung ist politisch und weltanschaulich unabhängig. Sie sieht sich als Plattform, um die Initiativen und Lösungen ihrer Preisträger der Weltöffentlichkeit zu präsentieren und so den Weg zu einer besseren Zukunft zu ebnen.

Die Belange der Stiftung werden von einem sechsköpfigen Vorstand entschieden, dessen Vorsitzende der Gründer Jakob von Uexküll und Dr. Monika Griefahn sind. Dem Vorstand stehen ein Beirat und die internationale Jury zur Seite.

Das Stockholmer Büro der Stiftung hat momentan vier festangestellte Mitarbeiter, mehrere Freiwillige und Freelancer und ein bis zwei Praktikanten.

 

Right Livelihood College

Im Rahmen des Projektes Right Livelihood College arbeitet die Stiftung mit den Universitäten Bonn, Lund (Schweden), Addis Abeba (Äthiopien), Port Harcourt (Nigeria), Santa Cruz (Kalifornien), Valdivia (Chile) und dem Tata Institute of Social Sciences in Mumbai (Indien) zusammen. Diese Universitäten laden Preisträger zu Vorlesungen und Seminaren ein und vergeben Stipendien für Studenten und Promovierende, die die Arbeit von Preisträgern studieren. Das globale Sekretariat des Right Livelihood College ist am Zentrum für Entwicklungsforschung der Universität Bonn angesiedelt.

Ein Partner des Right Livelihood College ist auch das Youth Future Project, ein Verein von jungen Menschen, der Begegnungsveranstaltungen von Preisträgern mit Jugendlichen organisiert.

 

Spenden und Vermächtnisse

Die Kosten der Stiftung in Höhe von knapp einer Million EUR – für die Preisgelder, die Recherche der Nominierten, die Preisverleihung, die Unterstützung von Preisträgern, das Schutzprogramm für bedrohte Preisträger, die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit sowie 9% Verwaltungskosten – werden von privaten Spendern finanziert.

Der erste Spender war Jakob von Uexküll, der 1980 das Grundkapital für die Stiftung legte. Seit dem sind viele private Unterstützer seinem Beispiel gefolgt: unsere Partner, die mit sehr großzügigen Beiträgen das Kapital der Stiftung mit aufgebaut haben und aufbauen; der Kreis der Freunde des Alternativen Nobelpreises" – Menschen, die mit größeren Beiträgen die laufende Arbeit des Preises möglich machen; und viele weitere großzügige Spender.

Ihnen allen gehört unsere und unserer Preisträger größte Dankbarkeit.

Unterstützen auch Sie den Preis!

Wir brauchen Ihre Unterstützung, um den Right Livelihood Award auch in Zukunft weiterzuführen. In vielen Ländern können Sie den Preis mit steuerabzugsfähigen Spenden und Vermächtnissen unterstützen. Bitte wählen Sie Ihr Land für weitere Informationen:

Deutschland

Schweiz 

USA

Schweden

andere Länder

 

Kontakt

Right Livelihood Award Foundation
PO Box 15072
104 65 Stockholm
Schweden

Telefon: 0046 8 702 03 40 oder 702 03 39
Telefax: 0046 8 702 03 38

info (at) rightlivelihood.org

 

Deutschsprachige Videos, Literatur & Informationsmaterialien

Deutschsprachige Videos über den Preis und einige Preisträger finden Sie auf unserer Youtube-Seite.

Broschüren und Flyer können bei uns über email geordert oder von unserem Server in Druckqualität heruntergeladen werden. Hier finden Sie bereits weboptimierte Versionen zur Ansicht.


Weitere Publikationen (Bücher, DVDs) in mehreren Sprachen entnehmen Sie bitte der Rubrik Publications auf dieser Website.

Zitat


"Der Right Livelihood Award will dem Norden helfen, eine Weisheit zu finden, die zu seiner Wissenschaft passt, und dem Süden, eine Wissenschaft zu finden, die seine alte Weisheit ergänzt."

– Jakob von Uexküll

"Right Livelihood"


Die Idee von "right livelihood" – der richtigen Art zu leben – geht auf ein uraltes Prinzip zurück. Es bedeutet, ein Leben zu führen, das andere Menschen und unsere Umwelt respektiert, verantwortlich zu handeln und nur einen fairen Anteil der begrenzten Ressourcen unseres Planeten zu verbrauchen.

Preisträger aus dem deutschsprachigen Raum:


Hans-Peter Dürr (Deutschland)
Robert Jungk (Österreich)
Petra Kelly (Deutschland)
Leopold Kohr (Österreich)
Hermann Scheer (Deutschland)
Michael Succow (Deutschland)
Monika Hauser (Deutschland)
Hans R. Herren (Schweiz)

Contact

Right Livelihood Award Foundation
PO Box 15072
104 65 Stockholm
Sweden

Phone: +46 (0)8 702 03 40
Fax: +46 (0)8 702 03 38

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