Der sogenannte „Alternative Nobelpreis" – offiziell „Right Livelihood Award“– ehrt Menschen und Initiativen, die Lösungen für die dringendsten Probleme unserer Zeit finden und erfolgreich umsetzen.

Diese Menschen sollten die eigentlichen Stars unserer Zeit sein, doch stattdessen wird ihre Arbeit oft bekämpft, belächelt oder ignoriert. Der Right Livelihood Award unterstützt seine Preisträger und macht sie weltweit bekannt –  damit wir nicht mit Problemen leben, die wir lösen können.

Inhalt

Der Preis
Die Preisträger
Kandidaten vorschlagen
Die Stiftung
Spenden und Vermächtnisse
Kontakt
Deutschsprachige Literatur & Informationsmaterialien

Der Preis

Der Right Livelihood Award wurde 1980 von dem deutsch-schwedischen Publizisten, Philatelisten und späteren Europa-Abgeordneten Jakob von Uexküll ins Leben gerufen. Heute ist er besser bekannt als „Alternativer Nobelpreis“. Über die Vergabe entscheidet eine internationale Jury.

Seit 1985 findet die Verleihung jedes Jahr im schwedischen Reichstag statt – meist am Tag vor der Nobelpreisvergabe. Drei oder vier Preisträger teilen sich das Preisgeld von zwei Millionen schwedischen Kronen, umgerechnet etwa 210.000 Euro. Das Geld dient der Unterstützung ihrer Arbeit und ist nicht für den persönlichen Gebrauch bestimmt. Zusätzlich zu den Geldpreisen wird meist ein undotierter Ehrenpreis vergeben.

Der Preis unterstützt die Arbeit der Preisträger finanziell. Darüber hinaus dient er dazu, das Wissen und die praktischen Lösungsansätze seiner Preisträger international zu verbreiten. Die Glaubwürdigkeit und die internationale Aufmerksamkeit, die der Preis bringt, sind dabei genauso wichtig wie die finanzielle Unterstützung.

Ermöglicht wird die Unterstützung der Preisträger durch private Spenden und Vermächtnisse. Wie auch Sie sich beteiligen können und wo Sie weitere Informationen erhalten, lesen Sie hier.


Die Preisträger

133 Personen und Organisationen aus 57 Ländern sind seit 1980 mit dem „Alternativen Nobelpreis" ausgezeichnet worden. Sie alle zeigen, dass mit Tatkraft, Mut und Kreativität zunächst unlösbar scheinende Probleme überwunden werden können.

Anders als die Nobelpreise kennt der Right Livelihood Award keine Kategorien. Denn oft sind es gerade jene neuen Wege und Lösungsansätze, die in keine Schublade passen wollen, die den Problemen unserer Zeit am besten gerecht werden.

Die Preisträger setzen sich für Menschenrechte, Frieden, Konfliktlösung, die Rechte von Minderheiten, kulturelle und spirituelle Erneuerung, den Schutz der Umwelt und den nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen ein. Weitere Themen der Arbeit der Preisträger sind Globalisierung, Landwirtschaft, Kinder, Bildung, Ernährung, Alternative Technologien und neue Wirtschaftsmodelle.


Kandidaten vorschlagen

Charakteristisch für den „Alternativen Nobelpreis" ist, dass grundsätzlich jeder jeden für den Preis vorschlagen kann. Dies hilft der Stiftung, Jahr für Jahr einen Eindruck davon zu bekommen, welche Themen weltweit als die wichtigsten wahrgenommen werden. Es bedeutet auch, dass eine kleine, aber effektiv arbeitende Organisation aus der so genannten Dritten Welt die gleichen Chancen hat, vorgeschlagen zu werden, wie ein bekannter Wissenschaftler aus den Industriestaaten.

70 bis 100 Vorschläge für Personen und Organisationen aus aller Welt werden jährlich an die Stiftung geschickt und streng geheim gehalten. Nach sorgfältiger Recherche durch die Mitarbeiter der Stiftung wählt die internationale Jury die Preisträger aus.

Wir laden Sie herzlich dazu ein, einen Vorschlag für die Preise einzureichen. Bitte lesen Sie dazu unsere guidelines (auf Englisch). Vorschläge für Kandidaten sollten möglichst auf Englisch geschrieben sein und müssen bis spätestens zum 1. März eines Jahres auf dem Postweg in unserem Büro in Stockholm eingetroffen sein.


Die Stiftung

Die Right Livelihood Award Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung nach schwedischem Recht. Die Stiftung ist politisch und weltanschaulich unabhängig. Sie sieht sich als Plattform, um die Initiativen und Lösungen ihrer Preisträger der Weltöffentlichkeit zu präsentieren und so den Weg zu einer besseren Zukunft zu ebnen.

Die Belange der Stiftung werden von einem fünfköpfigen Vorstand entschieden, dessen Vorsitzender der Gründer Jakob von Uexküll ist. Dem Vorstand stehen ein internationaler Beirat und die ebenfalls internationale Jury zur Seite.

Das Stockholmer Büro der Stiftung hat zwei Mitarbeiter.


Spenden und Vermächtnisse

Der "Alternative Nobelpreis" wird von privaten Spendern finanziert. Der erste war Jakob von Uexküll, der 1980 selbst das Grundkapital von einer Million US-Dollar legte. Seit dem sind viele private Unterstützer seinem Beispiel gefolgt: unsere Partner, die mit sehr großzügigen Beiträgen das Kapital der Stiftung mit aufgebaut haben und aufbauen; der Kreis der Freunde des Alternativen Nobelpreises" - Menschen, die mit größeren Beiträgen die laufende Arbeit des Preises möglich machen; und viele weitere großzügige Spender.

Ihnen allen gehört unsere und unserer Preisträger größte Dankbarkeit.

Unterstützen auch Sie den Preis!

Wir brauchen Ihre Unterstützung, um den als "Alternativer Nobelpreis" bekannt gewordenen Right Livelihood Award auch in Zukunft weiterzuführen. In Deutschland und den Vereinigten Staaten können Sie den Preis mit steuerabzugsfähigen Spenden und Vermächtnissen unterstützen. Bitte wählen Sie Ihr Land für weitere Informationen:

Deutschland

Schweiz 

USA

Schweden

andere Länder


Kontakt

Right Livelihood Award Foundation
PO Box 15072
104 65 Stockholm
Schweden

Telefon: 0046 8 702 03 40 oder 702 03 37
Telefax: 0046 8 702 03 38

info(at)rightlivelihood.org


Deutschsprachige Literatur & Informationsmaterialien

Broschüren und Flyer können bei uns über email geordert werden.


Bücher

Das sind wir unseren Kindern schuldig, von Jakob von Uexküll. Europäische Verlaganstalt, Hamburg, 2007. Erhältlich über den Buchhandel.

Projekte der Hoffnung. Ausblicke auf eine andere Globalisierung, von Geseko v. Lüpke. Oekom-Verlag, München, 2006, 221 Seiten. Erhältlich über den Buchhandel.

Vorbilder. Der Alternative Nobelpreis, von Jürgen Streich. J. Kamphausen Verlag, Bielefeld, 2005, 453 Seiten. Erhältlich über den Buchhandel.

Die Alternative: Weltbild und Wege des Alternativen Nobelpreises, von Geseko v. Lüpke. Vorwort von Jakob von Uexküll. Riemann-Verlag, München, 2003, 450 Seiten. Erhältlich über den Buchhandel.


DVDs und CDs

DVDs und CDs können bei uns über email geordert werden.

Konferenz-Dokumentation (DVD)
25 Jahre „Alternativer Nobelpreis"
ALTERNATIVEN, DIE SICH RECHNEN
Arbeit – Kultur – Menschenwürde
Konferenz in Salzburg, 8. – 13. Juni 2005
Sprachen: Englisch, Deutsch, Spanisch


THE BERLIN PHILHARMONIC JAZZ GROUP
THOMAS QUASTHOFF BARITON (CD)

Live
Jazzkonzert zugunsten des Right Livelihood Award („Alternativer Nobelpreis") vom 9. September 2004 in der Philharmonie Berlin
Eine IPPNW-Concerts Produktion, http://www.ippnw-concerts.de/.


Weitere Publikationen in anderen Sprachen entnehmen Sie bitte der Rubrik Publications auf dieser Website.


"Der Right Livelihood Award will dem Norden helfen, eine Weisheit zu finden, die zu seiner Wissenschaft passt, und dem Süden, eine Wissenschaft zu finden, die seine alte Weisheit ergänzt."

– Jakob von Uexküll

Die Idee von "right livelihood" – der richtigen Art zu leben – geht auf ein uraltes Prinzip zurück. Es bedeutet, ein Leben zu führen, das andere Menschen und unsere Umwelt respektiert, verantwortlich zu handeln und nur einen fairen Anteil der begrenzten Ressourcen unseres Planeten zu verbrauchen.

Preisträger aus dem deutschsprachigen Raum sind:

Hans-Peter Dürr (Deutschland)
Robert Jungk (Österreich)
Petra Kelly (Deutschland)
Leopold Kohr (Österreich)
Hermann Scheer (Deutschland)
Michael Succow (Deutschland)
Monika Hauser (Deutschland)